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Hunderttausende orthodoxe Christen mussten wegen des russisch-ukrainischen Gasstreites die Weihnachtstage im Kalten verbringen. Doch nicht nur in Bulgarien und Serbien froren viele Menschen bei Minusgraden. Auch Kroatien und Bosnien-Herzegowina spürten die Folgen der leeren Gaspipelines. Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. So bekommt Serbien das allernötigste Gas vorerst von Deutschland, Österreich und Ungarn geliefert. Doch wirklich Besserung gibt es erst, wenn wieder russisches Gas durch die ukrainischen Pipelines strömt.
Der Balkan friert, heisst es bei balkaninsight.com –> zum Artikel (engl.)
Yovka Dimitrova berichtet für die „Kölnische Rundschau“ von Düsteren Weihnachten in Bulgariens Hauptstadt Sofia. –> zum Artikel
Thomas Roser berichtet von den Folgen des Gasstreits für „Die Welt“ aus der serbischen Industriestadt Pančevo. –> zum Artikel
Saša Gavrić hat sich für die „Magdeburger Volksstimme“ in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo umgeschaut. –> zum Artikel
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Die Balkanblick-Umfrage
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Tags: EU, Kroatien, Umfrage
KROATIEN: Mord auf Bestellung
Übernimmt die Mafia Kroatien? Im Land häufen sich die Auftragsmorde. Die jüngsten Opfer in Zagreb: Der Herausgeber der Zeitschrift „Nacional“, Ivo Pukanić, und sein Mitarbeiter Niko Franjić wurden bei einem Bombenanschlag getötet.
Nacional war unter anderem durch seine Berichterstattung über den Zigarettenschmuggel auf dem Balkan bekanntgeworden, in welcher das Blatt führende Politiker wie Zoran Đinđić und Milo Đukanovic beschuldigte, verwickelt zu sein. In Kroatien galt das Blatt als Tuđman-kritisch.
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DER BALKAN…VOR 100 JAHREN
1908: ANNEXION VON BOSNIEN UND HERZEGOWINA DURCH ÖSTERREICH-UNGARN
Nachdem Österreich schon 1878 die beiden Provinzen des Osmanischen Reiches besetzt hatte, werden sie am 5. Oktober 1908 formal durch die k.u.k.-Monarchie annektiert. Franz Schausberger schreibt darüber am 17.10.2008 in der „Wiener Zeitung“.
Die „New York Times“ berichtet über die Annexion am 7. Oktober 1908.
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Wegen der schweren Ausschreitungen nach der Demonstration der proserbischen Opposition in Podgorica hat die montenegrinische Regierung erst einmal alle weiteren Proteste verboten. Die Opposition beschuldigte den Geheimdienst des Landes, die Ausschreitungen inszeniert zu haben, um einen Vorwand zu haben, gegen Regierungsgegner vorzugehen. Die Opposition wollte eigentlich am Donnerstag erneut auf die Straße gehen, um gegen die Anerkennung des Kosovo durch Montenegro zu protestieren.
Am Montag waren zur Demo in Podgorica mehr als Zehntausend Menschen gekommen - für das kleine Land eine außergewöhnliche große Zahl. Das ist ungefähr so, als wenn in Deutschland eine Million Menschen auf die Straße gehen würden. Unterdessen berichtet „Die Presse“, dass Regierungschef Djukanovic versucht, die serbische Minderheit im Lande zu entmündigen. Demnach scheitert bislang eine Neuaushandlung eines Doppelstaatsabkommens mit Serbien. Rund 100.000 Serben könnten dadurch noch in diesem Monat ihre montenegrinische Staatsbürgerschaft und damit ihr Wahlrecht verlieren.
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PORTRAIT: Der Brandstifter
Bosniens früherer Hoher Repräsentant Christian Schwarz-Schilling sagte einmal über ihn, man könne in ihm einen Opportunisten sehen oder jemanden, der die Zeichen der Zeit erkannt habe. Die Rede ist von Milo Djukanovic, dem Regierungschef und politischen Schwergewicht Montenegros, ohne den in dem Adriastaat kaum etwas geht. Djukanovic hat es geschafft, innerhalb eines Jahrzehntes das historisch gewachsene stets enge Verhältnis zu seinem wichtigsten Nachbarn Serbien zu ruinieren. Der 1962 in Niksic geborene Politiker begann seine Karriere bereits 1991. Da war er das erste Mal Regierungschef seines Landes. Mitte der 90er ging Djukanovic immer stärker auf Distanz zu Belgrad und zu Slobodan Milosevic. Das machte ihn im Westen populär, der es Djukanovic auch nicht weiter übel nahm, dass in seinem Reich die Mafia ein- und ausging, nicht ohne dass sich Djukanovic beim lukrativen Zigerettenschmuggel selbst die Taschen füllte, wie einschlägige Untersuchungen der Justiz ergaben.
2006 führte er Montenegro in die Unabhängigkeit. Seidem setzt Djukanovic gegen die gut 30 Prozent Serben im Land voll auf die nationalistische Karte, um die Position seiner Volksgruppe abzusichern. Die Sprache änderte sich nicht, heißt aber statt serbisch nun auf einmal montenegrinisch. Und auch ansonsten ist das Djukanovic-Regime nicht verlegen, wenn es um Schikanen gegen die vielen Serben im Land geht. Djukanovic schaffte es, die historisch gewachsenen stets engen Beziehungen zwischen Serben und Montenegrinern bis aufs Äußerste zu strapazieren. In der vergangenen Woche gab es den vorläufigen Höhepunkt. Montenegro erkannte das Kosovo an, was von Serbien als offener Verrat gebrandmarkt wird. Djukanovic wollte sich damit bei EU und USA anbiedern. Doch möglicherweise hat er den serbischen Widerstand im eigenen Land unterschätzt. Der könnte ihm und seiner Regierung jetzt das Genick brechen.
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Wenige Tage nach der Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo durch Montenegro haben die Proteste der serbischen Minderheit ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. In Podgorica gingen mehr als Zehntausend Oppositionelle gegen die Regierung auf die Straße. Nach der Demo gab es schwere Zusammenstöße von Demonstranten mit der Polizei mit zahlreichen Verletzten.
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MONTENEGRO: Kosovo-Bumerang
Die Anerkennung der staatlichen Unabhängigkeit des Kosovo droht für Montenegro zu einem gefährlichen Bumerang zu werden. Die serbische Minderheit, die ein Drittel der Bevölkerung des Landes ausmacht, rüstet zu Massenprotesten. Auch nichtserbische Oppositionsparteien rufen die Regierung Djukanovic auf, ihre Entscheidung zurückzunehmen. Mehr zu den Protesten in Montenegro finden Sie bei den Zeitungen Der Standard (deutsch), sowie Glas Javnosti und Vecernje Novosti (serbisch).
Sowohl Montengro als auch Mazedonien hatten am 9. Oktober die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt. Sie waren verschiedenen Medienberichten zufolge vorher massiv von USA und EU unter Druck gesetzt worden. Als Reaktion hat Serbiens Regierung die Botschafter aus Podgorica und Skopje zu unerwünschten Personen erklärt und ausgewiesen.
Montenegros Regierungschef Djukanovic, der den antiserbischen Kosovo-Affront maßgeblich vorangetrieben hat, gilt als korrupt. Er war mit seinen Anhängern in den 90ern in den Zigarettenschmuggel der jugoslawischen Teilrepublik verwickelt. Viele meinen, er habe Montenegro 2006 nur deshalb in die Unabhängigkeit geführt, um sich selbst vor Strafverfolgung zu schützen. Dazu auch dieser Artikel der F.A.Z. von 2006 und dieser aktuelle Bericht bei b92.net.
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Der Regierungschef der Republika Srpska, Milorad Dodik, hat mit deutlichen Worten mit einer Unabhängigkeitserklärung seines Landesteils gedroht. Sollte der Hohe Repräsentant Miroslav Lajcak versuchen, ihn abzusetzen, werde er mit der Regierung der Republika Srpska bosnisches Recht suspendieren und seine Entität in die Unabhängigkeit führen, sagte Dodik im bosnisch-serbischen Fernsehen.
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BOSNIEN: Warnung vor neuem Krieg
Der kroatische Präsident Stipe Mesic hat in deutlichen Worten vor einem neuen Balkankrieg gewarnt. Dieser drohe, sollte die bosnische Republika Srpska ihre Unabhängigkeit realisieren. In diesem Fall würden sich auch die bosnischen Kroaten von Bosnien und Herzegowina abspalten. Übrig bliebe ein islamischer Rumpfstaat, umzingelt von Feinden, so Mesic im Interview mit Spiegel Online.
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